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Bulimie als Folge von sozialem Druck?

Gesundheit

Die Sozialmediawelt, das Internet und auch die Geschäfte sind voller Bilder von gutaussehenden und vor allem schlanken Models. Insbesondere bei Frauen im jugendlichen Alter (zwischen 15 und 25) führt der soziale Druck zu zum Teil zu schwerwiegenden Essstörungen. Bulimie und Magersucht sind die bekanntesten Krankheitsbilder. Sie sind eng miteinander verwandt, jedoch nicht gleich. Wie lässt sich Bulimie erkennen und kann man vorbeugende Maßnahmen ergreifen?

Was ist Bulimie?

Bulimie tritt normalerweise bei Personen auf, die sich in einer Diät befinden und sehr wenig essen. Es kommt zu Fressattacken bei denen sie alles in sich hineinstopfen, was sie greifen können; vor allem fettige und zuckerhaltige Snacks. Danach fühlen sie sich schlecht und haben Angst, zuzunehmen. Bulimie nennt man, dass anschließende Entledigen der aufgenommenen Lebensmittel um der Aufnahme der Nährstoffe entgegenzuwirken. Meistens geschieht dies durch selbst ausgelöstes Erbrechen, aber auch durch den Missbrauch von Abführmitteln. Bulimie ist also die Sucht, nach dem Essen sofort zu erbrechen.

Die Magersucht bezeichnet eine gestörte Wahrnehmung der eigenen Figur. Die betroffenen Personen sehen sich selber viel dicker, als sie sind. Diese Störung tritt in der Regel zusammen mit der Bulimie auf.

Wer ist von Bulimie betroffen?

Statistisch gesehen betrifft die Brechsucht junge Frauen zwischen 15 und 25 Jahren, kann aber unabhängig von Geschlecht und Alter auftreten. In der Regel hat die Person bereits eine Diät hinter sich und findet dann nicht den richtigen Moment, um zu stoppen sondern steigert sich in die Magersucht hinein. Es wäre ein fataler Fehler, Bulimie als eine schlechte Angewohnheit oder gar ein vorübergehendes Pubertätsproblem zu sehen. Es ist eine schwere psychische Krankheit die oft Persönlichkeits- oder Angststörungen mit sich zieht.

Wie erkennt man Bulimie?

Wenn die Brechsucht früh erkannt wird, kann sie geheilt werden. Die betroffenen Personen wissen, dass sie etwas machen, was von der Gesellschaft nicht gern gesehen wird. Sie verhalten sich sehr dezent und verheimlichen falls möglich alles, denn sie schämen sich für ihr Essverhalten. Sobald Anzeichen erkannt werden, sollte mit der Behandlung begonnen werden. Meist realisiert das Umfeld die Krankheit erst, wenn es für die Betroffene bereits Normalität geworden ist. Neben den optischen Indizien (abgemagert, bleich) sollte man auf sich wiederholende Muster achten. Muss die Person zum Beispiel nach jedem Essen ziemlich rasch auf die Toilette, sollte dem Verdacht einer Essstörung nachgegangen werden. Insbesondere Eltern sollten dabei nicht verkennen, dass sich die Körper von Jugendlichen sehr rasch verändern und die Kinder zum Teil Dinge machen, die man nie für möglich gehalten hätte.

Lässt sich Bulimie vorbeugen

Besonders als erziehungsberechtigte Person stellt man sich die Frage, ob einer Essstörung präventiv entgegengewirkt werden kann. Einen Masterplan gibt es nicht, wer aber folgende Punkte beachtet, kann das Risiko von Bulimie verringern: Es handelt sich um eine psychische Krankheit die häufig aus einem Minderwertigkeitskomplex hervor geht. Es ist wichtig, dem Kind eine gesunde Portion Selbstbewusstsein zu vermitteln. Wie auch in anderen Bereichen sind die Eltern die wichtigsten Vorbilder und sollten auf eine gesunde, ausgewogene und normale Ernährung Wert legen. Die Kinder von Personen mit Essstörungen sind anfälliger auf eine eigene Erkrankung.

Zuletzt entscheidend ist das allgemeine Verhältnis in der Familie. Ein offener und vertrauensvoller Umgang miteinander, wo die Kinder über alles und ohne Tabus sprechen können, wird dabei helfen, allfällige Probleme zu erkennen und zu beheben bevor Störungen auftreten.

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